Die besten Segelflug - Junioren der Welt können kommen. Junioren Weltmeisterschaften auf dem Flugplatz Aalen-Elchingen
Ab dem 2. August fliegen die besten Segelflug - Junioren der Welt am Himmel über der Schwäbischen Alb.
Seit über 15 Monaten laufen die Vorbereitungen zu diesem sportlichen Großereignis. Zehn Mitglieder des Luftsportrings bilden im Kern das ständige Organisationsteam rund um den WM-Direktor Bernd Schmid. Anfangs hat sich das Team alle 3 Wochen getroffen, jetzt in der unmittelbaren Vorbereitungsphase im Wochenrhythmus. Während der Junioren-Weltmeisterschaften werden es rund 55 Luftsportring Mitglieder sein, die ehrenamtlich aktiv dabei sind. Auch Fliegerfreunde aus ganz Deutschland haben sich zur Unterstützung freiwillig angeboten. Unter den freiwilligen „externen Helfern“ ist auch der DaeC-Präsident Claus Cordes. Er wird die gesamten zwei Wochen in Elchingen sein und täglich als Schlepp-Pilot die WM-Teilnehmer in die Luft ziehen. In der Standardklasse werden 34 Pilotinnen und Piloten am Start sein. In der Clubklasse sind sogar 47 gemeldet. Aus insgesamt 22 Nationen kommen die Teilnehmer. Davon 5 aus „Übersee“, wie im Jargon der Fédération Aéronautique Internationale (FAI), die nichteuropäischen Nationen bezeichnet werden. Also Argentinien, Brasilien, USA, Südafrika und Australien.
In der Standardklasse sind 4 Teilnehmer aus Deutschland am Start. Jens Kammerer, Patrik Benoist, Nuno Ferreira und Max Maslak. Alle fliegen eine LS-8 bzw. LS-8 NEO. In der Clubklasse starten Nils Zitzelsberger, Florian Kraja und Felix Kries. Die Deutschen Piloten werden als sehr stark eingeschätzt.
2025 waren bereits die britischen Piloten der BGA zum Trainieren in Elchingen. In diesem Jahr, über Ostern, war das Dänische und Schweizer WM-Team zu Gast auf dem Härtsfeld, um die Schwäbische und Fränkische Alb mit dem Segelflugzeug zu erkunden. Alle Nationalmannschaften waren vom Flugplatz Elchingen, der Infrastruktur und der freundlichen Aufnahme der Aalener Mitglieder angetan.

Die WM zum Vereinsjubiläum des Luftsportrings
Der Luftsportring Aalen, der in diesem Jahr auch sein 75-jähriges Bestehen feiert und sich mit dieser Weltmeisterschaft quasi selbst ein Geburtstagsgeschenk macht, ist mit fast 600 Mitgliedern einer der größten Luftsportvereine Deutschlands und daher in einer „komfortablen“ Situation. „So eine Weltmeisterschaft ist aber auch für einen großen Verein immer eine Kraftanstrengung!“, so der erste Vorsitzende des Luftsportrings Wilhelm Weiser. „ich bin sehr stolz auf meine Kameradinnen und Kameraden, wie sie sich ehrenamtlich engagieren und teilweise auch unbezahlten Urlaub nehmen. Hier bei uns in Deutschland so ein Großereignis auszurichten, macht mich mächtig stolz, und natürlich versuchen wir, unserer Gastgeberrolle mit allen unseren Möglichkeiten gerecht zu werden. Ich danke vorweg allen Helfern und Organisatoren, insbesondere dem Wettbewerbsteam des Luftsportrings Aalen, sehr herzlich für den tollen Einsatz, der diese großartige Veranstaltung auf seinem eigenen Verkehrslandeplatz Aalen-Elchingen möglich macht. Wir sind aber auch glücklich über die großartige Unterstützung aus der regionalen Wirtschaft!“
Der Luftsportring hat sich im Vorfeld kräftig ins Zeug gelegt, um eine größtmögliche Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu bekommen. Wie bei einer WM üblich, wird es bereits in der Vorwoche, vor dem eigentlichen Wettbewerb technische Abnahmen, und die Möglichkeit von Trainingsflügen geben.
In der Trainingswoche wird es die sogenannte „Suppliers Week“ geben. Hersteller, Zubehör-Lieferanten und Luftfahrtfirmen präsentieren sich in Elchingen und können gegebenenfalls bei technischen Problemen schnellstmöglich unterstützen.
Die WM selbst soll dann zu einem Fest des Luftsports werden. Das auch durch die Unterstützung von wichtigen Partnern in noch nie dagewesenem Umfang. Die Bitterwasser Flying Lodge lädt die Junioren-Weltmeister 2026 der beiden Klassen zu einem einwöchigen Aufenthalt nach Bitterwasser ein - inklusive An- und Abreise. Ein noch nie dagewesener Hauptpreis. Gestiftet von der Bitterwasser Lodge, arrangiert von Rainer Hog. Fliegen werden sie dort mit Flugzeuggen von Jonkers und HPH. Namibia freut sich schon auf die Junioren Weltmeister 2026.
Für die Clubs beziehungsweise Vereine der WM-Teilnehmer verlost der Hersteller von Segelflugzeug-Anhänger die Firma A. Spindelberger Fahrzeugtechnik einen klassischen Einsitzer-Anhänger. Auch so einen Preis gab es in der Form noch nie. Der Gewinner wird nicht nach Punkten, sondern ausschließlich im Losverfahren ermittelt. Teilnahmeberechtigt sind alle Clubs, die einen Piloten oder eine Pilotin bei der JWGC 2026 stellen. „Wenn das kein Ansporn ist, fair und kameradschaftlich zu fliegen, mit einem guten Sportsgeist und vielleicht dann im August 2026 mit einem neuen Cobra-Anhänger nach Hause fahren!“ so Bernd Schmid.
Die Eröffnungsfeierlichkeiten beginnen am 2. August mit einer Fahrt auf der historischen Härtsfeldbahn. Nach der offiziellen Begrüßung durch den Bürgermeister der Stadt Neresheim geht es weiter nach Aalen. Mit einem Umzug der teilnehmenden Piloten und Pilotinnen durch die „Host City“ geht es in die Stadtmitte auf den Aalener Marktplatz, wo dann feierlich die WM eröffnet werden soll.
Die Meisterschaft selbst wird umrahmt mit einem großen Rahmenprogramm.