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JWGC 3. Wertungstag bei anspruchsvollen Bedingungen

Die 14. Junioren-Segelflugweltmeisterschaft auf dem Flugplatz Elchingen ist mit drei aufeinanderfolgenden Wertungstagen sportlich optimal gestartet.
JWGC 3. Wertungstag bei 	anspruchsvollen Bedingungen

Elchingen. Die 14. Junioren-Segelflugweltmeisterschaft auf dem Flugplatz Elchingen ist mit drei aufeinanderfolgenden Wertungstagen sportlich optimal gestartet. Trotz großer Hitze, schwieriger Thermik und nächtlicher Gewitter konnten die Nachwuchspilotinnen und -piloten an allen drei Tagen ihre Wettbewerbe austragen – eine Seltenheit bei Segelflugmeisterschaften und ein großer Erfolg für die Organisatoren.

Bereits um 8 Uhr morgens informierte Sportleiter Bernd Schmid am Mittwochmorgen die Teams per WhatsApp über den Beginn des Flugzeugaufbaus. Obwohl am Dienstagabend und in der Nacht Gewitter über die Ostalb gezogen waren und auch Elchingen erreicht hatten, stand nach der Auswertung der Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes früh fest: Der dritte Wertungstag kann stattfinden.

„Die ersten Wettkampftage verlangten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus aller Welt alles ab. Extreme Temperaturen, anspruchsvolle Thermik und erste Außenlandungen stellten die fliegerischen Fähigkeiten auf eine harte Probe. „Eine Segelflug-Weltmeisterschaft ist immer auch ein Nervenspiel. Drei Wertungstage am Stück sind für die Stimmung im Lager und in den Teams hervorragend. Wer Weltmeister werden will, muss unter allen Bedingungen zeigen, dass er der Beste ist“, sagt Sportleiter Bernd Schmid.

Am Dienstag entschied sich die Wettbewerbsleitung für eine sogenannte „Assigned Area Task“ (AAT). Dabei müssen die Pilotinnen und Piloten innerhalb einer vorgegebenen Zeit möglichst große Strecken zurücklegen. Statt feste Wendepunkte anzufliegen, bewegen sie sich in großen Wendesektoren und müssen ständig taktische Entscheidungen treffen – von der Wahl der besten Thermik bis zur optimalen Geschwindigkeit und Flugroute. Trotz der schwierigen Bedingungen wurden Durchschnittsgeschwindigkeiten von mehr als 120 Stundenkilometern erreicht.

Am Mittwoch stand dann eine klassische Racing-Task auf dem Programm. Die Clubklasse flog von Elchingen über Blaubeuren, Schillingsfürst und Solnhofen zurück zum Flugplatz. Die Standardklasse absolvierte einen Viereckskurs über Aalen, Weipertshofen bei Crailsheim, Berolzheim, Uffenheim und Treuchtlingen. Hier zählte ausschließlich Geschwindigkeit – Spitzengeschwindigkeiten von über 200 km/h wurden erreicht.

Nach zwei Wertungstagen führen in der Clubklasse weiterhin die beiden Tschechen Jan Stastny und Michaela Křížová vor dem Franzosen Nicolas Caudrelier. Die beiden deutschen Piloten Nis Zitzelsberger und Florian Kraje belegen die Plätze vier und fünf. In der Standardklasse liegen die Ungarn Barna Hadi und Roland Veronyak an der Spitze, gefolgt vom Dänen Jacob Bøgelund Lassen.

Auch abseits der Wettbewerbe ist die Stimmung hervorragend und am Abend fand der Internationale Abend statt. Bei Segelflugweltmeisterschaften ist so ein entspanntes Zusammenkommen der teilnehmenden Teams ein fester Bestandteil des offiziellen Rahmenprogramms. Rund 250 Teilnehmende haben die  Halle 1 auf dem Flugplatz zu einer internationalen Markthalle verwandelten. Es war ein Fest der Begegnung und es lockte am Mittwochabend über dreihundert Luftsportler zu einem besonderen Internationalen Abend auf den Flugplatz Aalen-Elchingen. Im Mittelpunkt des stimmungsvollen Events standen das gegenseitige Kennenlernen, bereichernde Gespräche sowie eine kulinarische Entdeckungsreise durch 4 Kontinente und verschiedene Kulturen. Wie in einem Basar und zugleich in der besonderen Flugplatz-Atmosphäre sorgte das abwechslungsreiche Buffet, für das insbesondere die Gäste und Teams exotische Leckerbissen und traditionelle Speisen aus aller Welt zubereitet hatten. Von bayerischen Weißwürsten bis zu skandinavischem Smörrebröd, von australischem Känguru im Teigmantel, bis zum argentinischen Käse-Süßkartoffel-Snack.

Parallel zum sportliche Wettbewerb laufen beim Luftsportring Aalen die Vorbereitungen für das große Vereinsjubiläum am Samstag auf Hochtouren. Unter dem Motto „Tag des Luftsports – Weltmeisterschaften live erleben“ erwartet die Besucher ab 11 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit Flugzeugtaufen, Flugvorführungen, Kunstflug und einem Ballonglühen am Abend. Der Eintritt ist frei.