Vier Wertungstage in Folge – Junioren-WM nimmt richtig Fahrt auf
Die 14. Junioren-Segelflugweltmeisterschaft hat am Donnerstag (6. August) bereits ihren vierten Wertungstag in Folge absolviert. Damit erleben die jungen Pilotinnen und Piloten optimale Wettbewerbsbedingungen – ein Umstand, der bei einer Weltmeisterschaft alles andere als selbstverständlich ist.
WM-Direktor und Sportleiter Bernd Schmid traf gemeinsam mit den Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes erneut die richtige Entscheidung. Das gewählte Wetterfenster ermöglichte spannende und anspruchsvolle Wettbewerbsflüge für beide Klassen.
Anspruchsvolle Aufgaben für beide Klassen
In der Clubklasse stand eine Assigned Area Task (AAT) auf dem Programm. Die Strecke führte die Teilnehmer vom Flugplatz Aalen-Elchingen in den Odenwald nach Mudau, anschließend nach Gramschatz bei Würzburg und wieder zurück nach Aalen.
Den Tagessieg sicherte sich der Franzose Eliott Daniel mit einer LS 4. Er erreichte auf der 320,22 Kilometer langen Aufgabe eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 107,73 km/h. Knapp dahinter folgte der US-Amerikaner Michael Hayter (LS 4), vor dem ebenfalls aus Frankreich stammenden Gael Pischedda (LS 7).
Auch die Standardklasse absolvierte eine anspruchsvolle Streckenaufgabe. Das Vieleck führte über den Bereich Schweinfurt, weiter nach Ebern-Sendelbach, Geiselwind, den Sender Rauhe Wanne und zurück nach Aalen-Elchingen.
Hier setzte sich Phillip Jonker aus Südafrika mit seiner LS 8 durch. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 109,81 km/h gewann er die 343,57 Kilometer lange Aufgabe vor Jesse Mathlin aus Finnland und Lasse Edslev aus Dänemark.
„Vier Wertungstage am Stück sind für die Stimmung im Lager und in den Teams hervorragend. Wer Weltmeister werden will, muss unter allen Bedingungen zeigen, dass er der Beste ist“, betonte Sportleiter Bernd Schmid.
Zwischenstand nach vier Wertungstagen
In der Clubklasse führen derzeit:
- Nicolas Caudrelier (Frankreich)
- Gael Pischedda (Frankreich)
- Max Scutchings (Australien)
In der Standardklasse liegt nach vier Wettbewerbstagen vorn:
- Antoni Zawirski (Polen)
- Barna Hadi (Ungarn)
- Lasse Edslev (Dänemark)
Gute Stimmung auch am Boden
Nicht nur in der Luft herrscht beste Stimmung. Auch abseits des Wettbewerbs nutzen viele Teilnehmer die Gelegenheit zum Austausch. Auf großes Interesse stieß ein Vortrag über den weltbekannten Segelflugplatz Bitterwasser in Namibia.
Referent war der dreifache Segelflug-Weltmeister Stefan Langer, der gemeinsam mit Rainer Hog, Leiter des Bitterwasser-Centers, die Besonderheiten des außergewöhnlichen Fluggebiets vorstellte. Viele Nachwuchspiloten nutzten die Gelegenheit, mehr über eines der berühmtesten Segelflugreviere der Welt zu erfahren.
Tag des Luftsports am Samstag
Am Samstag rückt die Weltmeisterschaft noch stärker in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Parallel zum großen Vereinsjubiläum des Luftsportrings Aalen findet auf dem Flugplatz Elchingen der „Tag des Luftsports – Weltmeisterschaften live erleben“ statt.
Ab 11 Uhr erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Flugzeugtaufen, Flugvorführungen, Kunstflug sowie einem stimmungsvollen Ballonglühen am Abend. Der Eintritt ist frei – eine ideale Gelegenheit, Weltklasse-Segelflug hautnah zu erleben und einen Blick hinter die Kulissen einer internationalen Weltmeisterschaft zu werfen.