11. Runde | DMSt-Bundesliga
Keine ganz einfachen Bedingungen fanden die Ligapiloten diese Woche vor. Vor allem war es warm und windig. Was war die Ausgangssituation?
Beide Tage waren vom Einfluss eines Tiefs über Skandinavien und eines Hochs westlich von Großbritannien gezeichnet. Starker Nordwestwind, im Süden blaue Warmluft und im Norden viel Feuchte waren das Ergebnis. Insgesamt konnte dem schmalen Wetterfenster am Samstag am meisten abgerungen werden, speziell die Leistung der "Dynamiker" im NW-Wind in den Alpen sollen hier noch Erwähnung finden.




Flugspuren und Satellitenbilder 12 UTC | Samstag (links), Sonntag (rechts)
Es ist ein bekanntes Problem. Ein toller Ligaflug endet, man freut sich schon auf die gesellige Runde mit der Mannschaft und möchte schnell hochladen. Doch dann fehlt die SD-Karte, das Navigationsgerät hat fehlerhaft aufgezeichnet oder man muss das File umständlich durch die Dateien auf dem Smartphone schieben. Am Ende landet möglicherweise ein wichtiger Liga-Flug nie in der Wertung.
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1. Bundesliga
Die Big Player holen Big Points: So sieht die Rundenwertung der 1. Liga diese Woche aus. Verdient an erster Stelle steht das SFZ Königsdorf - vor allem dank des Dreamteams Herold/Waegele. Da zieht auch der alpenkritische Liga-Artikel-Autor seinen imaginären Hut. Die beiden liefern die weiteste deklarierte Strecke des Jahres ab.

Im Nordwest ging es über ganze 1144 Dreiecks-Kilometer - Wahnsinn! Dabei war es nicht immer einfach, doch Herold betont in seinem Kommentar, wie viele Abschnitte heute dynamisch möglich waren. Waegele vergleicht die Bedingungen ab Ambri im Wallis gar mit den legendären Hangflugerfahrungen im südafrikanischen Worcester.
Richtig schnell war an diesem Wochenende keiner, die schnellsten waren dabei noch die Bad Wörishofener. Der SFV sammelte mit Robert und Simon Schröder 114,3 respektive 114 Speedpunkte und ergattern Platz 2 in der Rundenwertung.
Bronze holt sich die Fliegergruppe Wolf-Hirth. Dabei war unter anderem eine schöne München-Umrundung durch Philipp Schulz und ein Zielrück von Agathazell bis fast nach Slowenien durch Andy Lutz.

Die nördlichsten Punktesammler kommen aus Aachen - gleich zweimal wurde sogar der Kölner Luftraum umrundet: Diese Leistung bei dem starken Wind wird auch in den Kommentaren gewürdigt.
Der LSV Schwarzwald hingegen schickte eine Reisegruppe gegen den Wind über den Rhein und die Vogesen nach Frankreich: Zum Glück konnte beim Heimweg der Schwarzwald ein wenig Hangaufwind erzeugen - coole Aktion!

In der 1. Liga ändert sich damit tabellarisch wenig. Das SFZ (184) fliegt weiter vor und der SFV bleibt dran (163). Dahinter folgt die FG Neckartal Köngen (106).
2. Bundesliga
Von Grabenstetten bis zum Hochkönig und zurück - diese Strecke hat sich Henrik Theiss zum Ziel gemacht. Der Flug hatte zwei Gesichter, wie er im Kommentar schreibt:
Das hat Bock gemacht. Mit Rückenwind natürlich ultra einfach, aber der Gegenwind Schenkel war heftig...
Eine gute Linie und die hohe Basis bei Memmingen lassen die Aktion dann aber doch noch zum Erfolgserlebnis werden. Distanz-MVP und Platz 3 in der Rundenwertung für die FLG Grabenstetten - Glückwunsch. Auch die anderen FG-Piloten zog es samstags in die Berge.

Platz zwei ging an einen hessischen Verein Vor allem dank schneller Sprints können die Piloten des LSC Bad Homburg jubeln. Dreimal gab es mehr als 100 Punkte, die beste Linie des Wochenendes mit über 118 Punkten fand Steffen Göttler mit seinem Ventus 2ax.

Mit nur einem Punkt Vorsprung (!) schnappte sich aber der LSV Straubing den Rundensieg. Dabei ging es für Philipp Keller und Noah Neumaier zuerst in den Bayerwald und danach einmal um den Linzer Luftraum nach Hause zurück, auch sie litten unter heftigem Gegenwind beim Rückweg.

In der Tabelle bleibt es knapp und spannend. Die FLG Grabenstetten (109) verteidigt den knappen Vorsprung, auf den Silberrang springt der LSV Straubing (99), dicht gefolgt vom LV Reutlingen (98).
Liga der Junioren
Keine Überraschung - auch die Junioren-Rundentabelle spiegelt die Dominanz des Juniorenduos aus Königsdorf wider. Das ist natürlich eine ganz andere Liga und wirklich auch ein fantastischer Flug diese Woche.

Auch die Plätze zwei bis vier kommen aus Bayern. Den Königsdorfern folgt der Mittelschwäbische Luftsportverein durch einen sehr schönen, engen Teamflug von Tim Schmidtlein und Ferdinand Dehling.

Dahinter rangiert der AC Ansbach. Für den Verein flog Max Mäx ein wunderschönes Viereck um den Münchner Luftraum.

Das SFZ knackt mit 214 Punkten die 20-Punkte-Marke, doch dahinter bleibts spannend. Der LVR (101) ist am Start, dahinter der AC Pirna (93).
Regionalligen
Die höchste Regionalliga-Punktzahl konnte diese Woche die LSG Isny-Westallgäu in der Bawü-Liga erzielen. 450 Punkte gehen aufs Punktekonto.
In der Regionalliga Bayern konnte der SFZ Augsburg mit 437 Punkten siegen. In der Mitte siegt diese Woche der AC Bad Nauheim (341) und in der RL NRW konnte sich der LSC Erftland (337) durchsetzen. Zu guter Letzt bleibt der SFC Melle Grönegau (231) als Rundensieger der Regionalliga Nord zu nennen.
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