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Vom Matterhorn zum Mont Ventoux | WeCoach Puimoisson

Die ersten Hammerbärte des Jahres über den Bergen der französischen Alpen zu kurbeln ist schön. Noch schöner ist es, dies im WeCoach-Programm von Puimoisson aus zu erleben. Luca Martini und Elias Weber berichten.
Vom Matterhorn zum Mont Ventoux | WeCoach Puimoisson
Die zwei Arcen der Achumer Störche im Teamflug über den Alpen - das ist WeCoach Puimoisson!

Am 16. April konnten die zwei Trainees zusammen mit Uli Gmelin und Philipp Ruhr in den Arcen der Achumer Störche den Tagessieg auf WeGlide erfliegen. Doch hinter den Kilometern steckt so viel mehr, gerade in einem so faszinierenden Fluggebiet. Wir unterhalten uns mit den Trainees Luca Martini und Elias Weber und fragen sie nach ihren Highlights, Learnings und Eindrücken während zwei Wochen WeCoach.

Wie viele Tage konntet ihr fliegen und wie viele Stunden kamen dabei zusammen? Was waren die größten Strecken?

Luca: Ich war insgesamt 12 Tage da und das Wetter war eigentlich durchgehend Bombe. An 11 Tagen hätte man fliegen können. Weil die V8 erst ein wenig später kam, bin ich am Ende 8 Tage geflogen, was aber völlig okay war.

In der Zeit sind fast 60 Flugstunden zusammengekommen, also wir waren echt viel in der Luft. Mein weitester Flug war so um die 750 km, aber auch die restlichen Flüge waren jetzt nicht gerade kurz, wir haben da schon ordentlich Strecke gemacht.

Und wie lief es bei dir, Elias?

Die Ausbeute war auch für mich phänomenal. Insgesamt war ich rund 60 Flugstunden in der Luft. Meine größte Strecke konnte ich am 16.04. zusammen mit Philip fliegen. Von Puimoisson aus ging es erst nach Osten Richtung Fayence, dann über Allos und den Col de Vars vorbei an Briançon bis zum Col du Galibier. Nach einem erneuten Abstecher nach Fayence sind wir zum Mont Ventoux gequert, bevor wir nach einer letzten Wende bei Briançon über den „Parcours“ zurück nach Puimoisson geflogen sind.

Am Ende des Tages brachten wir eine Strecke von 777 km zusammen.

Tolle Sonnenuntergänge waren an der Tagesordnung

Wird euch neben der gesamten Experience ein spezieller Flug besonders in Erinnerung bleiben und wenn ja welcher?

Elias: Besonders in Erinnerung bleiben wird mir der 9. April, an dem uns ein genialer Kombinationsflug aus Thermik und Welle über 675 km gelang. Von Puimoisson aus flogen wir zunächst thermisch bis Briançon. Etwas nördlich davon glückte uns in 3000 m der Einstieg in die erste Welle. Von dort aus sprangen wir in die Welle von Bardonecchia, wo wir auf fast 5800 m steigen konnten.

Es folgte ein Flug über die Vanoise bis zum Mont Blanc. Nachdem wir dort in der Welle erneut Höhe gewonnen hatten, flogen wir über das Valpelline-Tal bis zum Matterhorn, bevor es über das Wellensystem wieder zurück nach Puimoisson ging.

Das Erlebnis, die Alpenriesen aus dieser Höhe zu sehen, war einfach unbeschreiblich.

Die zwei Flüge, die den Trainees besonders in Erinnerung bleiben

Luca: Ein ganz besonderer Flug, der mir definitiv in Erinnerung bleiben wird, war der Wellenflug mit Philipp. Wir sind direkt neben der Roten Wand relativ tief in die Welle eingestiegen, die ging von unten passabel. Anschließend konnten wir uns gut an den Wolken orientieren, um die nächste Welle zu finden. Zur Dufourspitze und dann noch einmal am /über den Mont Blanc vorbei. Das war mein allererstes Mal in der Welle in den Bergen, eine wirklich geile Erfahrung. Die Landung nach
Sonnenuntergang war dann definitiv die Krönung.

Außerdem bleibt mir auch unser erster gemeinsamer Flug in Erinnerung. Obwohl wir an diesem Tag leider zünden mussten, haben wir uns bei eher schwierigen Bedingungen dynamisch am Hang Stück für Stück vorgearbeitet, das hat nicht nur Spaß gemacht, sondern mir auch geholfen mich an das Gelände zu gewöhnen.

Trotzdem waren auch die anderen Flüge alle absolut beeindruckend. Mich fasziniert die Landschaft dort jedes Mal aufs Neue, und egal ob ich mit Phillip, Uli oder Elias geflogen bin, ich hatte immer sehr viel Spaß und konnte von jedem etwas mitnehmen und lernen.

Was konntet ihr während WeCoach am besten trainieren?

Elias: Ich konnte während des Programms meine Flugtechnik in vielen Bereichen massiv weiterent-wickeln. Ein Schwerpunkt lag auf dem präzisen, engen Achtern am Hang, um die Aufwindzonen optimal auszunutzen. Zudem haben wir uns intensiv mit den Außenlandeoptionen im Gebirge auseinandergesetzt, was mir eine deutlich größere Sicherheit für künftige Alpinflüge gibt.

Besonders wertvoll war für mich die Verbesserung meiner allgemeinen Flugtechnik im Hinblick auf sauberes und präzises Fliegen. Es hat mir enorm viel gebracht, einen so erfahrenen Coach dabeizuhaben, der mir buchstäblich über die Schulter geschaut und direktes Feedback gegeben hat.

Ich fühle mich jetzt deutlich sicherer darin, auch in komplexem Gelände die schnellste und sicherste Route zu finden. Die zwei Wochen waren für mich der perfekte Einstieg in die Alpenfliegerei.

Das Team: Philipp Ruhr, Luca Martini, Elias Weber und Uli Gmelin (v.l.n.r.)

Luca: Die Fliegerei in den Alpen hat mich insgesamt am meisten beeindruckt. Ohne so eine Möglichkeit wie WeCoach wäre es vermutlich für viele ziemlich schwer, überhaupt einen Zugang zur Bergfliegerei zu bekommen. Umso wertvoller war es, dass Philipp und Uli uns Schritt für Schritt gezeigt haben, wie man sich dort sicher bewegt und worauf es wirklich ankommt. Über die zwei Wochen hinweg hat man sich immer mehr an die Bedingungen gewöhnt und ein gutes Gefühl für das Fliegen im Gebirge entwickelt.

Und bei Philip kann ich mir noch abschauen, wie man Schenkel optimiert 😄

Das klingt wirklich nach einer tollen Erfahrung! Danke euch für die Insights!


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