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#3 DMSt Bundesliga

Königsdorf ist zurück!

Eine vergleichsweise homogene Wetterverteilung und insgesamt gute, wenn auch nicht herausragende Bedingungen, führten in Runde 3 zu einer erneuten Steigerung der gemeldeten Flüge - auf über 1600!

Den Sieg holte sich diesmal das SFZ Königsdorf - und das deutlich mit 633 Rundenpunkten. Der Sonntag versprach in den Alpen gute Streckenflugmöglichkeiten. Diese nutzten M.Schunk, T.Wolf, B. Bachmaier und F. Vollmer. Die meisten Punkte jedoch lieferte der Junior Johannes Beyer ab: zu den 113 Geschwindigkeitspunkten brachte er mit seiner LS8 neo noch herausragende 128 Streckenpunkte in die Wertung.

Johannes entschied sich, um eine möglichst große Strecke zu erreichen für ein angemeldetes Viereck, das ihn zuerst noch Osten und dann über den Hauptkamm nach Süden und Westen führen sollte, um von dort am späten Nachmittag/Abend mit der zu erwarteten hohen Basis den Rückweg nach Königsdorf anzutreten.
Auf dem Weg nach Osten musste Johannes eine erste Klippe am Wilden Kaiser umschiffen: mit viel Geduld, die vielleicht auch dadurch gefördert wurde, dass er nicht auf einen Motor zurückgreifen konnte, setzte er nach ca. 10min seinen Flug fort. Einige andere Piloten stolperten an dieser Stelle und mussten ihre Flüge abbrechen. Auf dem Weg zur Wende im Osten konnte er dann seine höchste Geschwindigkeit und die entsprechenden Punkte einsammeln.
Die nächste Schwierigkeit erwartete ihn an seiner zweiten Wende bei Lienz.
Die Luftmasse südlich des Hauptkamms war insgesamt schwächer und die Optik unstrukturierter. Tief und vorsichtig musste am Hang entlang getastet werden, bis ein kleine gelbe Pollenwolke einen Aufwind anzeigte. Als sich diese dann zu einer mächtigen gelben Blase entwickelte, ging‘s mit 3m/s nach oben.
Der Rest des Fluges verlief dann mehr oder weniger wie erwartet. Nach fast 10 Stunden Flugzeit landete Johannes nach fast 900 km.

Die Plätze 2-5 gingen nach Niedersachsen - Burgdorf, Gifhorn, Rinteln, bzw. nach Brandenburg.
Das so erfolgreich gestartet Pirna, musste diesmal kleinere Brötchen backen, kann aber die Gesamtführung verteidigen. Auf den zweiten Gesamtplatz flogen sich die Schwarzwälder, die in dieser Runde ihre Punkte sowohl im Schwarzwald und der Alb, als auch im Schweizer Jura sammelten.
Insgesamt verdichtete sich das Feld durch diese Runde, was für den weiteren Verlauf Spannung verspricht.
In der zweiten Liga gibt im Moment das AeroTeam Klix den Ton an: Rundensieger und Gesamtführung. Mit im Boot der Sachsen Ingo Trentelj. Er erreichte mit einer ASW24 die höchste Speed des Wochenendes aus allen Ligen. Er flog in den zwei Stunden von der Elbe südwestlich Lüsse fast 300 km bis weit nach Polen hinein. Das ist -wenn auch vom Rückenwind gesponsert - nicht schlampig!

Den besten Wert aller Regionalligen erreichte der LSV Grenzland mit erfolgreichen Flügen im deutsch-holländischen Grenzgebiet. Dies ist durchaus bemerkenswert, da diese Ecke nicht zu den typischen Segelflugrennstrecken zählt!