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WeCoach 2021

„Ridge runners Ridge Runners down on the trees“... zwei Wochen WeCoach sind vorbei und die Bilanz lässt sich sehen: in 10 Flugtagen konnten wir mit den Arcen 13.400 Kilometer zurück legen und viermal wurden mehr als 1000km geflogen. Dabei haben wir das volle Worcestermagic - Programm erlebt. Das bedeutet Stundenschnitte von knapp 200 km/h an den ridges, Ausflüge zum Meer und zur Karoo Wüste und jeden Tag mit den letzten Sonnenstrahlen zu landen.

Am ersten Flugtag waren wir schon von der Landschaft und dem Wetter am Western Cape begeistert und von Tag zu Tag wurden die Flüge weiter und schneller.
Zwar hatten wir am Anfang ein paar Tage schlechtes Wetter, aber die Zeit konnten wir gut überbrücken, denn „Reiseführer“ Matthias Schunk zeigte uns Kapstadt und die umliegende Gegend.

Als es dann wieder fliegbar wurde, fiel auch schon der erste 1000er von Jan und Philip, dabei flogen sie zweimal die Langeberge nach Osten ab und abends wurde nochmal nach Süden verlängert. Da in der ersten Woche der Südostwind dominierte, gingen auch die ersten Flüge alle in den Osten und selbst wenn der Wind mal fast parallel zum Hang stand, ging es meistens trotzdem ganz gut.

Danach änderte sich das Wetter und erlaubte uns, zwei Tage ins Inland zu fliegen. So hatten Felix und Uli einen interessanten Flug, bei dem sie über die Karoo nach Norden zum Escarpment (dem Hochplateau auf dem fast ganz Südafrika liegt) flogen und dann von über 3000 Metern nach Westen zur Backridge abgeglitten sind. Leider kamen sie nur mit Motorkraft nach Hause, da der Wind abends überraschend gedreht hatte.

Es folgten einige Tage mit Westwind, an denen wir endlich mal die Frontridge entlang reiten konnten und auch bis zur Gordons Bay flogen, wo die Hänge direkt ins Meer gehen. Dabei sind wieder tolle Bilder entstanden.

Am vorletzten Flugtag konnten wir Trainees Jan und Felix dann mal zeigen, was wir gelernt hatten. Zusammen konnten wir im Arcus eine Strecke von 1026km erfliegen. Leider kamen wir am Morgen nicht sehr weit in den Osten, was die Schenkeloptimierung schwierig machte und so fiel am Ende der erste Schenkel ganz weg, was uns mehr als 100km kostete.

Der letzte Tag bot dann nochmal gutes Wetter in der Karoo und an der Grenze zum Escarpment. Mit beiden Arcen konnten wir Wolkenreihungen in 3000 Metern über die Wüste folgen, aber als wir uns zum Umdrehen entschlossen, brach das Wetter plötzlich zusammen und wir mussten noch ein bisschen kämpfen, um nach Worcester zurück zu kommen. Mit einer Mischung aus Thermik, Konvergenz, Welle und Hang reichte es dann aber doch noch locker.

Auf jeden Fall lernten wir in diesen zwei Wochen sehr viel dazu. Vor allem natürlich was Hang- und Gebirgsflug angeht, aber auch das Erkennen der verschiedenen Formen von Aufwinden, diese zu nutzen und miteinander zu verbinden war ein neues Erlebnis für uns beide. Worcester ist einfach ein einzigartiges Fluggebiet.

An das lockere Leben im warmen Südafrika werden wir uns in den nächsten Monaten bestimmt gerne erinnern. Denn neben den tollen Flügen war das Zusammenleben am Flugplatz, das gemeinsame Essen gehen und die ein oder andere Weinverköstigung natürlich auch ein schönes Erlebnis.

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen, die WeCoach ermöglicht haben. Den Trainern Uli Gmelin, Sven Olivier und Philip Goralski, der Bodencrew Chrissi und Massimo, sowie auch denen, die im Hintergrund tätig waren: Thomas Gemmel, Ronald Reith und allen anderen beteiligten im Förderverein.
Das erste WeCoach Trainingslager war ein voller Erfolg!